Antonia Kahler ist eine der Gewinnerinnen des Landeswettbewerbs Alte Sprachen
Dieser Artikel wurde geschrieben von Michaela Resch und am 13.06.2024 im Burghauser Anzeiger veröffentlicht
Burghausen/München. Das nächste Mal, wenn Antonia Kahler das Gebäude des Kultusministeriums in München betritt, wird sie wohl nicht mehr durch den Hintereingang gehen. Dann wird vielleicht sogar der rote Teppich ausgerollt. Denn die Kumax-Abiturientin ist eine der Gewinnerinnen des Landeswettbewerbs „Alte Sprachen“ und wird dafür am 18. Juni in einer Feierstunde geehrt. Dabei kann sich Antonia Kahler nicht nur mit den Lorbeeren eines umfassenden Wissens in Latein schmücken. Sie hat sich auch das Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erarbeitet, wird also künftig finanziell gefördert und genießt die Vorteile eines umfangreichen Netzwerks.
Um in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden, hatte die 18-Jährige bereits zwei Prüfungen mit Bravour am Kumax abgelegt und musste noch die letzte, die entscheidende meistern. Dieses Mal in München. „Ich war schon aufgeregt, weil ich auch nicht so genau wusste, was auf mich zukommt“, erzählt sie. Durch ein Ganglabyrinth wurde sie in einen Vorbereitungsraum begleitet, wo sie 20 Minuten Zeit hatte, einen namenlosen Lateintext zu übersetzen und zu analysieren. Ihr Ergebnis musste sie anschließend vor zehn Frauen und Männern, die sich rechts und links von ihr platzierten, präsentieren. Eine Satire von Horaz hatten die Prüfer ausgewählt – nicht gerade ein Standardtext im Lateinunterricht. Doch Antonia wusste sie einzuordnen und legte ihre anfängliche Nervosität schnell ab. Gelassener ging sie in den zweiten Prüfungsteil: Wie Cicero die Aktionen der Klimakleber beurteilen würde, wollten die Damen und Herren beispielsweise wissen. Antonia argumentierte klug: Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger würde Cicero vermutlich begrüßen, doch der Weg über die Politik wäre für ihn wohl die bessere Variante.
Part drei war für die Kumax-Abiturientin dann ohnehin kein Problem mehr: Hier ging es schließlich um sie selbst als Person. Noch dazu hatte einer der Prüfer das Porträt der Kastlerin gelesen, das am 9. März in der Heimatzeitung erschienen ist: „Ich glaube, er fand den Artikel ganz gut“, sagt Antonia lachend.
Überhaupt konnte sie augenscheinlich rundum punkten: Und so kam mitten im Abiturstress die erfreuliche Nachricht, dass sie eine der Gewinnerinnen des Wettbewerbs ist. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt sie freudestrahlend. Wenn jetzt auch noch das Abitur optimal gelaufen ist – die Noten werden am Freitag verkündet – steht dem Wunschstudium „Medizin“ nichts mehr im Wege.
Michaela Resch, Burghauser Anzeiger, 13.06.2024
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